Die kürzeste Antwort für einen Unternehmer, der fragt, was die Körperschaftsteuer ist: Die Körperschaftsteuer ist eine Einkommensteuer auf den Reingewinn, den Kapitalgesellschaften und die anderen im Gesetz genannten Körperschaften in einem Geschäftsjahr erzielen und die durch die Jahreserklärung festgesetzt wird. Der Gewinn eines Einzelunternehmens unterliegt der Einkommensteuer, der Gewinn einer Limited Şirket oder Anonim Şirket der Körperschaftsteuer. Die Steuer entsteht nicht auf den Umsatz des Unternehmens, sondern auf den nach den gesetzlichen Berichtigungen verbleibenden Gewinn.
In diesem Beitrag erläutern wir, wer steuerpflichtig ist, den für ausländische Unternehmen unmittelbar wichtigen Unterschied zwischen unbeschränkter und beschränkter Steuerpflicht, wie die Bemessungsgrundlage ermittelt wird, und ein einfaches Rechenbeispiel mit fiktiven Zahlen. Auch den Zusammenhang mit der Vorauszahlung und die seit 2025 geltende inländische Mindestkörperschaftsteuer behandeln wir kurz.
Zusammenfassung
Wichtigste Punkte
- Der Kern der Frage, was die Körperschaftsteuer ist: Besteuert wird nicht der Umsatz des Unternehmens, sondern der nach den gesetzlichen Berichtigungen verbleibende Reingewinn der Körperschaft.
- Nach dem Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520 beträgt der allgemeine Satz 25 %; für Banken und einige Finanzinstitute beträgt der Satz 30 %.
- Körperschaften, deren Satzungssitz oder Geschäftsleitung in der Türkei liegt, werden mit ihren weltweiten Gewinnen besteuert; Körperschaften, bei denen beides im Ausland liegt, nur mit ihren Gewinnen in der Türkei.
- Nach der Regel zur inländischen Mindestkörperschaftsteuer darf die berechnete Steuer nicht weniger als 10 % des Gewinns der Körperschaft vor Abzug von Ermäßigungen und Befreiungen betragen; für neu gegründete Unternehmen gilt sie in den ersten drei Geschäftsjahren nicht.
- Die im Laufe des Jahres in Dreimonatsperioden gezahlte Vorauszahlung wird mit der zum Jahresende berechneten Körperschaftsteuer verrechnet.
Was ist die Körperschaftsteuer und auf welchem Gesetz beruht sie?
Die Körperschaftsteuer ist eine direkte Steuer auf den Gewinn von Strukturen, die Rechtspersönlichkeit haben oder die das Gesetz als Körperschaft ansieht. Das Körperschaftsteuergesetz ist das im Amtsblatt vom 21. Juni 2006 veröffentlichte Gesetz Nr. 5520, das das alte Gesetz Nr. 5422 ersetzt hat. Das Gesetz bestimmt, dass sich der Gewinn der Körperschaft aus den Einkommenselementen zusammensetzt, die Gegenstand der Einkommensteuer sind. Das heißt, gewerbliche Gewinne, Mieten, Zinsen oder Dividenden werden im Unternehmen als ein einziger Körperschaftsgewinn zusammengefasst.
Die vier Grundsätze der Körperschaftsteuer
Quelle: Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520
Den geltenden Text des Gesetzes einschließlich der späteren Änderungen finden Sie auf der Seite Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520 (mevzuat.gov.tr) . Das Gesetz wurde seit 2006 viele Male geändert. Wer sich deshalb statt auf im Internet kursierende alte Zusammenfassungen auf den aktuellen Text stützt, verhindert, dass er auf Grundlage eines falschen Satzes oder einer aufgehobenen Befreiung plant.
Wer sind Körperschaftsteuerpflichtige?
Körperschaftsteuerpflichtige werden in Artikel 1 des Gesetzes in fünf Gruppen genannt. Ob eine Struktur der Körperschaftsteuer unterliegt, bestimmen die Art ihrer Tätigkeit und die Frage, ob sie in diese Liste des Gesetzes fällt.
- Kapitalgesellschaften: Anonim Şirket, Limited Şirket, Kommanditgesellschaften auf Aktien und ausländische Körperschaften ähnlicher Art. Auch Fonds unter Aufsicht der Kapitalmarktbehörde gelten als Kapitalgesellschaften.
- Genossenschaften: Genossenschaften, die nach dem Genossenschaftsgesetz oder nach besonderen Gesetzen gegründet wurden.
- Wirtschaftliche öffentliche Einrichtungen: Dem Staat, den Gemeinden oder anderen öffentlichen Verwaltungen zugeordnete, dauerhaft tätige gewerbliche, industrielle und landwirtschaftliche Betriebe.
- Wirtschaftliche Betriebe von Vereinen oder Stiftungen: Steuerpflichtig ist nicht der Verein oder die Stiftung selbst, sondern der ihnen gehörende Betrieb, der dauerhaft eine gewerbliche Tätigkeit ausübt. Gewerkschaften gelten als Vereine, Religionsgemeinschaften als Stiftungen.
- Arbeitsgemeinschaften: Zusammenschlüsse, die gegründet wurden, um gemeinsam ein bestimmtes Geschäft auszuführen, und die beantragen, auf diese Weise als steuerpflichtig geführt zu werden.
Der in der Praxis am häufigsten verwechselte Punkt sind die Betriebe von Vereinen und Stiftungen. Das Gesetz stellt ausdrücklich klar, dass es auf die Steuerpflicht keinen Einfluss hat, wenn diese Betriebe keine Gewinnerzielungsabsicht haben oder den Gewinn dem Gründungszweck widmen. Die Cafeteria eines Vereins oder eine von einer Stiftung vermietete Einrichtung kann für sich genommen Gegenstand der Körperschaftsteuer sein.
Offene Handelsgesellschaften und gewöhnliche Kommanditgesellschaften stehen dagegen nicht in dieser Liste. Bei diesen Gesellschaften wird der Gewinn im Verhältnis des Anteils der Gesellschafter mit der Einkommensteuer besteuert. Welche Rechtsform Sie wählen, bestimmt deshalb unmittelbar auch Ihr Steuerregime; die Optionen haben wir in unserem Wie gründet man ein Unternehmen Leitfaden verglichen.
Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht: Was ist der Unterschied für ausländische Unternehmen?
Eine unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft wird mit dem gesamten in der Türkei und im Ausland erzielten Gewinn besteuert. Eine beschränkt steuerpflichtige Körperschaft zahlt dagegen nur auf den in der Türkei erzielten Gewinn Steuer. Die Abgrenzung bestimmt sich danach, wo der Satzungssitz und der Ort der Geschäftsleitung der Körperschaft liegen.
Der Satzungssitz ist der im Gesellschaftsvertrag oder im Statut genannte Sitz. Der Ort der Geschäftsleitung ist der Ort, an dem die Geschäfte tatsächlich zusammenlaufen und geführt werden. Liegt einer dieser beiden Sitze in der Türkei, ist die Körperschaft unbeschränkt steuerpflichtig; liegen beide im Ausland, ist sie beschränkt steuerpflichtig.
Das praktische Ergebnis für ausländische Investoren lässt sich so zusammenfassen. Der Satzungssitz einer in der Türkei gegründeten Limited Şirket oder Anonim Şirket mit ausländischem Kapital liegt in der Türkei; auch wenn alle Gesellschafter Ausländer sind, ist das Unternehmen unbeschränkt steuerpflichtig. Eine von einem ausländischen Unternehmen in der Türkei eröffnete Niederlassung wird dagegen, weil sie keine eigene Rechtspersönlichkeit hat, im Rahmen der beschränkten Steuerpflicht der Muttergesellschaft über die Betriebsstätte besteuert.
| Kriterium | Unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft | Beschränkt steuerpflichtige Körperschaft |
|---|---|---|
| Entscheidendes Kriterium | Mindestens einer von Satzungssitz oder Ort der Geschäftsleitung in der Türkei | Satzungssitz und Ort der Geschäftsleitung beide im Ausland |
| Besteuerter Gewinn | Gesamter Gewinn im In- und Ausland | Nur der in der Türkei erzielte Gewinn |
| Typisches Beispiel | In der Türkei gegründete Ltd. Şti. oder A.Ş. mit ausländischem Kapital | Niederlassung oder ständiger Vertreter eines ausländischen Unternehmens in der Türkei |
| Im Ausland gezahlte Steuer | Kann unter Bedingungen auf die Steuer in der Türkei angerechnet werden | Auf Gewinne aus türkischer Quelle beschränkte Besteuerung |
| Vorauszahlung | Wird gezahlt | Wird nur für gewerbliche und landwirtschaftliche Gewinne gezahlt |
Die Frage, ob man beim Aufbau einer neuen Struktur eine Niederlassung oder eine Gesellschaft wählt, beginnt oft mit dieser Tabelle. Die Entscheidung wird nicht allein nach der Steuer getroffen; auch Haftung, Berichterstattung und das mit dem Land der Muttergesellschaft geschlossene Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung fließen in die Rechnung ein.
Wie wird die Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer bestimmt?
Die Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer ist nach Artikel 6 des Gesetzes der in einem Geschäftsjahr erzielte Reingewinn der Körperschaft. Bei der Ermittlung des Reingewinns werden die Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes zum gewerblichen Gewinn angewendet. Das Geschäftsjahr ist grundsätzlich das Kalenderjahr; mit Genehmigung können Körperschaften ein besonderes Geschäftsjahr verwenden.
Der Weg zur Bemessungsgrundlage beginnt mit dem Gewinn der Handelsbilanz und setzt sich in der folgenden Reihenfolge mit vier Berichtigungen fort:
- Gesetzlich nicht anerkannte Aufwendungen werden hinzugerechnet. Posten, die das Gesetz nicht als Aufwand anerkennt, wie Steuerstrafen, Zinsen auf verdeckte Kapitalausstattung oder durch Verrechnungspreise verdeckt ausgeschüttete Gewinne, werden dem Gewinn wieder hinzugerechnet.
- Befreite Gewinne werden abgezogen. Gewinne, die die Bedingungen in Artikel 5 des Gesetzes erfüllen, gehen nicht in die Bemessungsgrundlage ein.
- Verlustvorträge werden verrechnet. In den Erklärungen ausgewiesene Verluste können abgezogen werden, sofern sie nicht länger als fünf Jahre vorgetragen werden.
- Gesetzliche Abzüge werden vorgenommen. Posten wie die F&E- und Designermäßigung, Sponsoringausgaben sowie Spenden und Zuwendungen werden in der Erklärung gesondert ausgewiesen und abgezogen.
Die Reihenfolge ist wichtig, weil einige der Abzüge auf einen bestimmten Prozentsatz des Gewinns der Körperschaft begrenzt sind. Nach Artikel 10 des Gesetzes können beispielsweise Spenden an öffentliche Verwaltungen und gemeinnützige Vereine gegen Quittung bis zu 5 % des Gewinns der Körperschaft des jeweiligen Jahres abgezogen werden.
Die wichtigsten Befreiungen und Abzüge
Artikel 5 des Gesetzes enthält eine lange Liste von Befreiungen; hier fassen wir die Posten zusammen, denen Unternehmen am häufigsten begegnen:
- Befreiung für Beteiligungserträge: Dividenden, die eine unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft aus der Beteiligung am Kapital einer anderen Körperschaft erzielt, sind von der Körperschaftsteuer befreit. Für Dividenden aus Auslandsbeteiligungen werden zusätzliche Bedingungen wie mindestens 10 % Beteiligung, ununterbrochene Haltedauer von einem Jahr und Transfer verlangt.
- Gewinn aus dem Verkauf von Beteiligungsanteilen: Der im Gesetz bestimmte Teil des Gewinns aus dem Verkauf von Beteiligungsanteilen, die mindestens zwei volle Jahre im Aktivvermögen gehalten wurden, ist befreit, sofern der Verkaufspreis fristgerecht vereinnahmt und der Gewinn in einem Sonderfonds gehalten wird.
- Emissionsagio: Der den Nennwert übersteigende Betrag der von Anonim Şirket bei der Gründung oder Kapitalerhöhung ausgegebenen Anteile ist befreit.
- Gewinne von Fonds und Beteiligungsgesellschaften: Die Portfoliogewinne von in der Türkei gegründeten Wertpapierinvestmentfonds, Altersvorsorge-Investmentfonds und einigen Investmentgesellschaften fallen unter die Befreiung.
Die Befreiung für Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien wurde durch das Gesetz Nr. 7456 ab dem 15. Juli 2023 weitgehend abgeschafft. Wer sich auf diese in alten Quellen noch genannte Befreiung verlässt und einen Immobilienverkauf plant, kann mit einer unerwarteten Steuerlast konfrontiert werden. Wir empfehlen, vor der Nutzung einer Befreiung den aktuellen Text des Artikels und die Übergangsbestimmungen gemeinsam zu lesen.
Verfolgen wir Ihre Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage gemeinsam
Um die Befreiungen, Abzüge und die Mindeststeuer Ihres Unternehmens bereits ab den Vorauszahlungsperioden zu bewerten, können Sie mit unserem Expertenteam eine Vorprüfung durchführen.
Körperschaftsteuer berechnen: ein einfaches Beispiel
Um die Logik der Körperschaftsteuerberechnung zu sehen, bilden wir ein fiktives Beispiel. Die folgenden Zahlen sind rein beispielhaft und gehören keinem realen Unternehmen. Denken wir an ein in Ankara tätiges, unbeschränkt steuerpflichtiges Handelsunternehmen im vierten Geschäftsjahr.
| Rechenposten | Betrag (TL) | Erläuterung |
|---|---|---|
| Gewinn der Handelsbilanz | 1.000.000 | Periodengewinn laut Gewinn- und Verlustrechnung |
| (+) Gesetzlich nicht anerkannte Aufwendungen | 50.000 | z. B. Steuerstrafen |
| Gewinn der Körperschaft vor Ermäßigungen und Befreiungen | 1.050.000 | Ausgangsbetrag der Mindeststeuerprüfung |
| (−) Befreiung für Beteiligungserträge | 100.000 | Von einer inländischen Beteiligung erhaltene Dividende |
| (−) Spendenabzug | 20.000 | Innerhalb der 5-%-Grenze des Gewinns der Körperschaft |
| Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer | 930.000 | |
| Berechnete Körperschaftsteuer (25 %) | 232.500 | 930.000 × 25 % |
| Prüfung der inländischen Mindestkörperschaftsteuer | 95.000 | (1.050.000 − 100.000) × 10 % |
| (−) Im Laufe des Jahres gezahlte Vorauszahlungen | 180.000 | Summe der vier Perioden angenommen |
| Zu zahlende Körperschaftsteuer | 52.500 | 232.500 − 180.000 |
Da die im Beispiel berechnete Steuer (232.500 TL) über dem Betrag der Mindeststeuer (95.000 TL) liegt, zahlt das Unternehmen die normal berechnete Steuer. Bei der Mindeststeuerprüfung wird die Beteiligungsbefreiung abgezogen, weil das Gesetz diese Befreiung auch bei der Mindeststeuerberechnung beibehält; der Spendenabzug wird dagegen nicht abgezogen, weil er nicht in dieser Liste steht. Würden die Vorauszahlungen die berechnete Steuer übersteigen, käme der Unterschied bei Erfüllung der Bedingungen für Verrechnung oder Erstattung in Betracht.
In der Realität ist diese Tabelle länger. Kursdifferenzen, Abschreibungen, Rückstellungen, Geschäfte mit nahestehenden Personen und der an die Anreizbescheinigung gebundene ermäßigte Satz können jeweils das Ergebnis ändern. Wer die Berechnung nicht nur zum Jahresende, sondern auch in den Vorauszahlungsperioden mit derselben Disziplin vornimmt, verringert Überraschungen.

Satz, Vorauszahlung und inländische Mindestkörperschaftsteuer
Artikel 32 des Gesetzes legt den allgemeinen Satz auf 25 % fest. Für Banken, Finanzierungsleasing, Factoring- und Finanzierungsgesellschaften, Versicherungen und einige Finanzinstitute beträgt der Satz 30 %. Für Export- und Produktionsgewinne, die an die Industrieregisterbescheinigung gebunden sind, gibt es auch ermäßigte Sätze; deren Sätze und Bedingungen werden wir in einem eigenen Beitrag behandeln.
Die Vorauszahlung ist die Steuer, die zur Verrechnung mit der Körperschaftsteuer des laufenden Jahres auf Dreimonatsgewinne und zum Körperschaftsteuersatz der laufenden Periode im Voraus gezahlt wird. Mit dem Gesetz Nr. 7566 wird ab dem Besteuerungszeitraum 2025 der vierte Vorauszahlungszeitraum wieder angewendet. Die Vorauszahlung wird bis zum 17. des zweiten Monats nach der Periode erklärt und gezahlt.
Die inländische Mindestkörperschaftsteuer wird durch den mit dem Gesetz Nr. 7524 eingefügten Artikel 32/C auf Gewinne ab 2025 angewendet. Nach dieser Regel darf die berechnete Körperschaftsteuer, wie hoch Befreiungen und Ermäßigungen auch sein mögen, nicht weniger als 10 % des Gewinns der Körperschaft vor Abzug von Ermäßigungen und Befreiungen betragen. Einige vom Gesetz genannte Befreiungen (wie inländische Beteiligungserträge, F&E-Ermäßigungen und Gewinne in Freizonen) werden auch bei dieser Berechnung abgezogen. Auf erstmals tätig werdende Körperschaften wird diese Regel ab dem Geschäftsjahr des Tätigkeitsbeginns drei Perioden lang nicht angewendet.
Wann erfolgen Erklärung und Zahlung?
Die Körperschaftsteuererklärung wird im vierten Monat nach dem Ende des Geschäftsjahres abgegeben, und die Steuer wird bis zum Ende desselben Monats gezahlt. Für Unternehmen, deren Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht, ist das der April; für das Geschäftsjahr 2025 galt als Erklärungs- und Zahlungsfrist der 1. bis 30. April 2026. Jeder Steuerpflichtige gibt eine einzige Erklärung ab; für Niederlassungen wird keine gesonderte Erklärung abgegeben.
Die Anlagen der Erklärung und der Vorbereitungskalender sind Thema eines eigenen Beitrags. Alle Erklärungstermine des Jahres können Sie anhand der Beiträge in unserer Kategorie Steuerrecht verfolgen.
Fehler, die wir in der Praxis häufig sehen
In den Fragen unserer Mandanten treten drei Fehler zur Körperschaftsteuer hervor.
Der erste ist, den Gewinn nur als Buchungsposten zu sehen und gesetzlich nicht anerkannte Aufwendungen auf das Jahresende zu verschieben; diese Posten müssen auch in den Vorauszahlungsperioden der Bemessungsgrundlage hinzugerechnet werden. Der zweite ist, Dividenden aus Auslandsbeteiligungen ohne Prüfung der Bedingungen als befreit anzusehen. Der dritte ist, die Mindeststeuerbefreiung des neuen Unternehmens für unbefristet zu halten; diese Befreiung ist nur auf die ersten drei Geschäftsjahre begrenzt.
Hinzu kommt der Fehler, bei der Wahl der Rechtsform allein die Steuer zum Maßstab zu machen. Limited Şirket und Anonim Şirket unterliegen demselben allgemeinen Satz; der Unterschied liegt eher in den Regeln zu Kapital, Leitung und Haftung. Diese Unterschiede haben wir in unserem Beitrag Was ist eine Limited Şirket ausführlich erläutert.
Als Akal CPA sehen wir die Körperschaftsteuer nicht als ein am Jahresende auszufüllendes Formular, sondern als eine das ganze Jahr über zu steuernde Rechnung. Steuerberatung und -planung verfolgen wir in unserer Leistung die Bemessungsgrundlage von den Vorauszahlungsperioden bis zum Jahresabschluss vorschriftsgemäß und prüfen die Bedingungen für Befreiungen und Abzüge vorab.
Erarbeiten wir gemeinsam Ihren individuellen Fahrplan
Bei Akal CPA beginnt jeder Prozess mit einer Vorprüfung, die auf die Struktur und die Ziele Ihres Unternehmens zugeschnitten ist. Wenn Sie gemeinsam mit uns einen individuellen Fahrplan für die Körperschaftsteuerpflichten Ihres Unternehmens erarbeiten möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Die Beträge und Sätze in diesem Beitrag sind auf dem Stand Oktober 2026.
Dieser Inhalt wurde vom Expertenteam von Akal CPA erstellt. Akal CPA berät seit 1975 in Ankara inländische und ausländische Investoren in den Bereichen Unternehmensgründung, Buchhaltung, Steuern und Lohnabrechnung. Die Bestimmungen zur Körperschaftsteuer wurden auf der Grundlage des aktuellen Textes des Gesetzes Nr. 5520 unter mevzuat.gov.tr zusammengestellt.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information; holen Sie für Ihre eigene Situation eine fachliche Beurteilung ein.
Letzte Aktualisierung: 17.10.2026
Häufig gestellte Fragen
Zahlt ein Einzelunternehmen Körperschaftsteuer?
Nein. Der Gewinn eines Einzelunternehmens wird in der Einkommensteuererklärung des Inhabers nach dem progressiven Tarif besteuert. Die Körperschaftsteuer gilt für Kapitalgesellschaften wie die Limited Şirket und die Anonim Şirket sowie für die anderen im Gesetz genannten Körperschaften.
Zahlt ein Verlustunternehmen Körperschaftsteuer?
Da die Körperschaftsteuer auf den Gewinn erhoben wird, entsteht in einer Periode, in der auch nach den gesetzlichen Berichtigungen ein Verlust verbleibt, grundsätzlich keine Steuer. Dieser Verlust kann mit den Gewinnen der folgenden fünf Jahre verrechnet werden. Man darf jedoch nicht vergessen, dass sich ein Handelsverlust durch die Hinzurechnung gesetzlich nicht anerkannter Aufwendungen in einen steuerlichen Gewinn verwandeln kann.
Mit welchem Satz zahlt ein Unternehmen mit ausländischen Gesellschaftern Körperschaftsteuer?
Ein in der Türkei gegründetes Unternehmen mit ausländischem Kapital ist unbeschränkt steuerpflichtig, unterliegt denselben Regeln wie ein inländisches Unternehmen, und der allgemeine Satz beträgt 25 %. Dass die Gesellschafter Ausländer sind, ändert den Satz nicht. Bei der Ausschüttung des Gewinns an den Gesellschafter im Ausland kommen zusätzlich die Dividendenbesteuerung und das mit dem betreffenden Land geschlossene Abkommen in Betracht.
Zahlt ein neu gegründetes Unternehmen Mindestkörperschaftsteuer?
Auf erstmals tätig werdende Körperschaften wird ab dem Geschäftsjahr des Tätigkeitsbeginns drei Geschäftsjahre lang die inländische Mindestkörperschaftsteuer nicht angewendet. In dieser Zeit zahlt das Unternehmen die nach den normalen Regeln berechnete Steuer. Ab der vierten Periode greift die Mindeststeuerprüfung von 10 %.
Sind Vorauszahlung und Körperschaftsteuer dasselbe?
Sie sind nicht dasselbe, aber miteinander verbunden. Die Vorauszahlung ist eine im Laufe des Jahres auf Dreimonatsgewinne im Voraus gezahlte Vorleistung. Sie wird mit der zum Jahresende berechneten Körperschaftsteuer verrechnet, und der verbleibende Betrag wird bei Unternehmen, deren Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht, im April gezahlt.
Wer gibt die Körperschaftsteuererklärung ab?
Die Erklärung wird im Namen der steuerpflichtigen Körperschaft von ihrem gesetzlichen Vertreter abgegeben; in der Praxis wird sie elektronisch, meist über den Steuerberater des Unternehmens, übermittelt. Bei wirtschaftlichen Betrieben von Vereinen oder Stiftungen ohne Rechtspersönlichkeit gibt der Verein oder die Stiftung, dem sie angehören, die Erklärung ab.
