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Finanzmanager, der in der Gewinn- und Verlustrechnung die Posten von den Nettoumsatzerlösen bis zum Periodenüberschuss markiert

Wie liest man eine Gewinn- und Verlustrechnung? Schritt für Schritt vom Umsatz zum Nettogewinn

Die Gewinn- und Verlustrechnung (Gelir Tablosu) ist der zentrale Abschluss, der alle Erträge eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum, die im selben Zeitraum angefallenen Kosten und Aufwendungen sowie den daraus entstehenden Periodengewinn oder -verlust zeigt. Die Bilanz hält eine Momentaufnahme der Gesellschaft an einem bestimmten Stichtag fest; die GuV spielt dagegen den Film des Jahres bis zu diesem Tag ab. Fragt ein Investor „Verdient dieses Unternehmen Geld, und wenn ja, womit?“, sucht er die Antwort zuerst in dieser Rechnung.

Die Rechnung wird von oben nach unten gelesen. Ganz oben stehen die Umsatzerlöse, auf jeder Stufe wird eine Kosten- oder Aufwandsgruppe abgezogen, und ganz unten steht der Jahresüberschuss. In diesem Beitrag erläutern wir anhand eines fiktiven Beispiels die Struktur, die Gesellschaften in der Türkei verwenden, die ihre Bücher nach dem Bilanzprinzip führen, ihre sechs Hauptposten und was jede Zwischensumme einem Investor sagt.

Zusammenfassung

Wichtigste Punkte

  • Die Gewinn- und Verlustrechnung ist der zentrale Abschluss, der die Erträge, Kosten und Aufwendungen der Gesellschaft in einem Zeitraum und den daraus entstehenden Periodengewinn oder -verlust zeigt.
  • Die Allgemeine Mitteilung zur Anwendung des Rechnungslegungssystems Nr. 1 gliedert diese Rechnung so, dass sie bei den Nettoumsätzen beginnt und über die Stufen Rohgewinn aus Verkäufen, Betriebsergebnis, ordentliches Ergebnis und Periodenergebnis zum Jahresüberschuss führt.
  • Nach der Mitteilung wird ein unter „Sonstiges“ ausgewiesener Ertrags- oder Aufwandsposten gesondert dargestellt, wenn er 20 % des Gesamtbetrags seiner Gruppe übersteigt.
  • Nach der Mitteilung dürfen Ergebniskonten nicht miteinander verrechnet werden; Umsätze, Erträge, Kosten und Aufwendungen werden in Bruttobeträgen ausgewiesen.
  • Der Gewinn in der Rechnung ist der handelsrechtliche Gewinn; die Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer wird gesondert aus diesem Gewinn unter Berücksichtigung der gesetzlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen und der Befreiungen berechnet.

Was ist eine Gewinn- und Verlustrechnung und wie unterscheidet sie sich von der Bilanz?

Diese Rechnung misst das Ergebnis der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in einem Geschäftsjahr. Die Bilanz zeigt dagegen Vermögen, Schulden und Eigenkapital am Periodenende zu einem einzigen Stichtag. Beide Rechnungen sind über die Zeile Periodenüberschuss miteinander verbunden: Die letzte Zeile der GuV wird in das Eigenkapital der Bilanz übernommen.

Zahlen, die man beim Lesen der GuV kennen sollte

%25Allgemeiner Körperschaftsteuersatz auf den Körperschaftsgewinn
%30Körperschaftsteuersatz bei Banken und einigen Finanzinstituten
%20Ein „Sonstiges“-Posten, der diesen Anteil an der Gruppensumme übersteigt, wird unter einer eigenen Überschrift ausgewiesen
1. Januar 2027Beginn der Perioden, in denen TFRS 18 anzuwenden ist

Quelle: Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520, Allgemeine Mitteilung zur Anwendung des Rechnungslegungssystems Nr. 1, Aufsichtsbehörde für das öffentliche Rechnungswesen (KGK)

Diese Verbindung erklärt auch, warum es nicht genügt, beide Rechnungen getrennt zu lesen. Wenn bei einer Gesellschaft mit schnell wachsenden Umsätzen auch die Forderungen aufgebläht sind, kann der Gewinn auf dem Papier bleiben. Wie die Aktiv- und die Passivseite zu lesen sind, haben wir in unserem Beitrag Was ist eine Bilanz behandelt; hier konzentrieren wir uns nur auf die Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Rahmen für die nach dem türkischen Steuerrecht erstellten Abschlüsse ergibt sich aus der am 26. Dezember 1992 im Amtsblatt veröffentlichten Allgemeinen Mitteilung zur Anwendung des Rechnungslegungssystems Nr. 1. Die Mitteilung zählt die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Anlagen zu den zentralen Abschlüssen. Außerdem verlangt sie, dass die GuV zur Vergleichbarkeit einheitlich mit Spalten für Vorperiode und laufende Periode aufgestellt wird.

Posten der GuV: 6 Stufen vom Umsatz zum Jahresüberschuss

Die ausführliche Struktur der Mitteilung deckt sich eins zu eins mit der Klasse 6 der Ergebniskonten im Einheitskontenrahmen (Tek Düzen Hesap Planı). Die folgende Tabelle zeigt die sechs Hauptposten und die nach jedem Posten berechnete Zwischensumme. Das Zeichen (-) in den Zeilen bedeutet, dass der Posten vom darüber stehenden Betrag abgezogen wird.

HauptpostenKontengruppeNach dem Posten erreichte ZwischensummeAussage für den Investor
1. Bruttoumsätze und Erlösschmälerungen (-)60 und 61NettoumsätzeWie viel Umsatz die Gesellschaft mit ihrer Kerntätigkeit erzielt
2. Umsatzkosten (-)62Rohgewinn bzw. Rohverlust aus VerkäufenIn welchem Maß das Produkt oder die Dienstleistung ihre eigenen Kosten deckt
3. Betriebsaufwendungen (-)63Betriebsgewinn bzw. BetriebsverlustDer Gewinn, der nach Abzug der Kosten für Unternehmensstruktur, Vertriebsteam und Management verbleibt
4. Ordentliche Erträge und Gewinne sowie Aufwendungen und Verluste aus sonstigen Tätigkeiten (-)64 und 65(zusammen mit den Finanzierungsaufwendungen) Ordentliches ErgebnisDer Einfluss regelmäßiger Posten außerhalb der Kerntätigkeit wie Zinsen, Dividenden und Kursdifferenzen
5. Finanzierungsaufwendungen (-)66Ordentlicher Gewinn bzw. VerlustWelchen Anteil am Gewinn die Fremdfinanzierung beansprucht
6. Außerordentliche Erträge und Aufwendungen, Steuerrückstellung (-)67, 68 und SteuerrückstellungPeriodenergebnis, anschließend JahresüberschussDer Einfluss einmaliger Ereignisse und der Steuerlast auf die letzte Zeile

Die Mitteilung verlangt, dass bei der Aufstellung der Rechnung die Erträge aus der Kerntätigkeit getrennt von den fortdauernden sonstigen ordentlichen Erträgen und von den nicht fortdauernden außerordentlichen Erträgen ausgewiesen werden. Dieselbe Trennung gilt für die Aufwendungen. Dadurch kann der Leser einen sich voraussichtlich wiederholenden Gewinn von einem einmaligen Gewinn unterscheiden.

1. Bruttoumsätze und Nettoumsätze

Die Bruttoumsätze werden in drei Unterposten ausgewiesen: Inlandsumsätze, Auslandsumsätze und sonstige Erträge. Dieser Betrag stammt aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft. Lizenzerlöse eines Softwareunternehmens sind Bruttoumsatz; die Zinsen, die dasselbe Unternehmen auf Bankguthaben erhält, sind dagegen kein Umsatz und erscheinen in den folgenden Stufen.

Die Erlösschmälerungen umfassen Rücksendungen, Verkaufsrabatte und sonstige Nachlässe. Werden sie von den Bruttoumsätzen abgezogen, ergeben sich die Nettoumsätze. In Analysen werden Margen in der Regel auf die Nettoumsätze bezogen, weil Rücksendungen und Rabatte den Umsatz zeigen, der der Gesellschaft tatsächlich verbleibt.

2. Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die Kosten der im Zeitraum verkauften Fertigerzeugnisse, Handelswaren und Dienstleistungen. Bei einem Produktionsunternehmen setzt sich dieser Betrag aus Rohstoffen und Material, direkten Löhnen und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Die Mitteilung sieht vor, dass die Einzelheiten dieses Postens in einer gesonderten „Umsatzkostenrechnung“ dargestellt werden, die die Hauptrechnung ergänzt.

Zu beachten ist hier die Bestandsveränderung. Nicht alles, was im Zeitraum produziert wird, wird verkauft; der nicht verkaufte Teil bleibt in der Bilanz als Vorrat. Deshalb sind die Umsatzkosten nicht die Summe der Ausgaben des Zeitraums, sondern nur die auf den verkauften Teil entfallenden Kosten.

Was misst der Rohgewinn aus Verkäufen?

Der Rohgewinn aus Verkäufen ist der Betrag, der nach Abzug der Umsatzkosten von den Nettoumsätzen verbleibt. Er zeigt, um wie viel über den eigenen Kosten die Gesellschaft die produzierte oder eingekaufte Ware verkaufen kann. Das Verhältnis des Rohgewinns zu den Nettoumsätzen wird als Bruttomarge beobachtet.

Diese Kennzahl schwankt von Branche zu Branche stark. Die Margen eines Handelsunternehmens und eines Softwareentwicklers nebeneinanderzustellen, wäre irreführend; ein aussagekräftiger Vergleich erfolgt mit früheren Perioden derselben Gesellschaft oder mit ähnlichen Unternehmen derselben Branche. Wenn die Marge sinkt, während der Umsatz steigt, erkauft sich die Gesellschaft ihr Wachstum möglicherweise über Preisnachlässe.

Betriebsaufwendungen und Betriebsgewinn

Betriebsaufwendungen sind Aufwendungen, die nicht zum Produkt selbst, sondern zum Betrieb der Gesellschaft gehören. Die Mitteilung gliedert diese Gruppe in drei Unterposten: Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Marketing-, Vertriebs- und Distributionsaufwendungen sowie allgemeine Verwaltungsaufwendungen. Büromiete, Honorare für Buchhaltung und Rechtsberatung sowie Gehälter der Geschäftsleitung gehören in der Regel zu den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen.

Warum ist der Betriebsgewinn wichtig?

Der Betriebsgewinn ist der Betrag, der nach Abzug der Betriebsaufwendungen vom Rohgewinn aus Verkäufen verbleibt, und zeigt, was die Gesellschaft mit ihrem Kerngeschäft verdient. Da Zinserträge, Finanzierungsaufwendungen und einmalige Posten noch nicht eingeflossen sind, ist diese Zeile der sauberste Indikator dafür, wie gesund die Gesellschaft „als Betrieb“ ist. Deshalb schauen Investoren und Banken häufig auf diese Zeile als Gewinnmaßstab.

Ist der Jahresüberschuss in der letzten Zeile hoch, obwohl der Betriebsgewinn einer Gesellschaft schwach ist, liegt die Quelle des Gewinns außerhalb der Kerntätigkeit. Das kann von Posten wie Guthabenzinsen, der Dividende einer Beteiligung oder dem Verkauf eines Vermögenswerts herrühren. Beim Lesen einer solchen Rechnung muss in den folgenden Stufen gesondert hinterfragt werden, ob der Gewinn nachhaltig ist.

Finanzmanager, der in der Gewinn- und Verlustrechnung die Posten von den Nettoumsatzerlösen bis zum Periodenüberschuss markiert

Sonstige Tätigkeiten und Finanzierungsaufwendungen

In der Gruppe der ordentlichen Erträge und Gewinne aus sonstigen Tätigkeiten stehen Dividenden von Beteiligungen und Tochtergesellschaften, Zins- und Provisionserträge sowie aufgelöste Rückstellungen. Auf der Gegenseite werden Diskontierungszinsaufwendungen, Provisionsaufwendungen und Rückstellungsaufwendungen ausgewiesen. Diese Posten können regelmäßig wiederkehren, entstehen aber nicht aus dem eigentlichen Geschäft der Gesellschaft.

Die Finanzierungsaufwendungen gliedern sich in kurzfristige und langfristige Fremdfinanzierungsaufwendungen. Von zwei Gesellschaften mit gleichem Betriebsgewinn weist diejenige, die mit Fremdkapital wächst, in dieser Zeile einen höheren Betrag aus. Das ordentliche Ergebnis ergibt sich, wenn zum Betriebsgewinn die sonstigen ordentlichen Erträge hinzugerechnet und die sonstigen ordentlichen Aufwendungen und Finanzierungsaufwendungen abgezogen werden.

Zur Wahrung der Transparenz setzt die Mitteilung in diesem Abschnitt auch eine Grenze. Nach der Allgemeinen Mitteilung zur Anwendung des Rechnungslegungssystems Nr. 1 wird ein unter „Sonstiges“ ausgewiesener Ertrags- oder Aufwandsposten unter einer eigenen Überschrift dargestellt, wenn er 20 % des Gesamtbetrags seiner Gruppe übersteigt. Im selben Abschnitt wird außerdem festgelegt, dass Posten ohne Betrag nicht in der Rechnung erscheinen.

Außerordentliche Posten und Jahresüberschuss

Außerordentliche Erträge und Gewinne umfassen nicht fortdauernde Beträge wie Erträge aus früheren Perioden. Außerordentliche Aufwendungen und Verluste bestehen aus Posten wie Aufwendungen und Verlusten aus nicht betriebsnotwendigen Teilen sowie Aufwendungen aus früheren Perioden. Werden diese Posten zum ordentlichen Ergebnis hinzugerechnet bzw. davon abgezogen, ergibt sich der Periodengewinn vor Steuern.

Wie wird der Jahresüberschuss ermittelt?

Der Jahresüberschuss ist der Betrag, der verbleibt, nachdem vom Periodengewinn die „Rückstellungen für Steuern und sonstige gesetzliche Verpflichtungen des Periodengewinns“ abgezogen wurden. Diese Zeile ist das endgültige Ergebnis, das den Gesellschaftern zusteht und die Grundlage für Gewinnausschüttungsbeschlüsse bildet. Der Jahresüberschuss als letzte Zeile der GuV erscheint in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals als „Periodenüberschuss (-fehlbetrag)“.

Der Betrag der Steuerrückstellung wird nicht eins zu eins aus dem Gewinn der Rechnung berechnet. Nach dem Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520 wird die Körperschaftsteuer mit 25 % auf den Körperschaftsgewinn erhoben; bei Banken und einigen Finanzinstituten beträgt der Satz 30 %. Der Körperschaftsgewinn ergibt sich jedoch, indem zum handelsrechtlichen Gewinn die gesetzlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen hinzugerechnet und steuerbefreite Gewinne abgezogen werden. Deshalb beträgt das Verhältnis der Steuerrückstellung zum Periodengewinn bei den meisten Gesellschaften nicht genau 25 %.

Lesen wir Ihre GuV gemeinsam

Um Ihre Margen, Ihren Betriebsgewinn und den Einfluss Ihrer Finanzierungsaufwendungen auf die Rentabilität über die Perioden hinweg zu verfolgen, können Sie bei unserem Expertenteam eine Vorabprüfung anfragen.

Wie liest man eine GuV an einem fiktiven Beispiel?

Die folgenden Zahlen sind vollständig fiktiv und wurden allein gewählt, um die Leselogik zu zeigen. Im Beispiel wird ein vereinfachter Fall angenommen, in dem der handelsrechtliche Gewinn und der steuerpflichtige Gewinn identisch sind und der allgemeine Satz gilt. Bei einer realen Gesellschaft trifft diese Annahme selten zu.

Zeile der RechnungBetrag (TL)Anteil an den Nettoumsätzen
Nettoumsätze10.000.000%100
Umsatzkosten (-)6.500.000%65
Rohgewinn aus Verkäufen3.500.000%35
Betriebsaufwendungen (-)2.000.000%20
Betriebsgewinn1.500.000%15
Ordentliche Erträge aus sonstigen Tätigkeiten200.000%2
Ordentliche Aufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten (-)100.000%1
Finanzierungsaufwendungen (-)600.000%6
Ordentlicher Gewinn1.000.000%10
Außerordentliche Erträge und Aufwendungen (netto)0%0
Periodengewinn1.000.000%10
Steuerrückstellung (-)250.000%2,5
Jahresüberschuss750.000%7,5

Ein Investor, der diese Rechnung liest, sieht zuerst, dass die Bruttomarge 35 % beträgt, und vergleicht sie mit dem Vorjahr derselben Gesellschaft. Danach bemerkt er, dass die Betriebsaufwendungen ein Fünftel des Umsatzes verzehren. Auffällig sind aber vor allem die Finanzierungsaufwendungen: Rund 40 % des Betriebsgewinns gehen an Zinsen. Für diese Gesellschaft könnte der schnellste Weg zu mehr Rentabilität nicht in höheren Umsätzen liegen, sondern darin, die Schuldenstruktur zu überdenken.

Häufige Fehler beim Lesen der GuV in der Praxis

Im Gespräch mit unseren Mandanten über die Rechnung begegnen uns einige Irrtümer immer wieder:

  • Nur auf die letzte Zeile zu schauen: Eine Gesellschaft, deren Betriebsgewinn sinkt, ist auch bei gleichem Jahresüberschuss nicht auf demselben Weg wie eine mit steigendem Betriebsgewinn.
  • Umsatz mit Gewinn zu verwechseln: Wachsen die Nettoumsätze, der Rohgewinn aus Verkäufen aber nicht im selben Tempo, schmilzt die Marge.
  • Gewinn mit Liquidität gleichzusetzen: Die Rechnung wird nach dem Periodisierungsprinzip erstellt; auch nicht vereinnahmte Umsätze sind im Gewinn enthalten.
  • Auf der Grundlage nur einer Periode zu entscheiden: Die Mitteilung verlangt Vorperiode und laufende Periode nebeneinander, weil die Entwicklung mehr aussagt als eine einzelne Zahl.
  • Einen außerordentlichen Gewinn für wiederkehrend zu halten: Ein Gewinn aus einem Immobilienverkauf gehört nicht in das Budget des nächsten Jahres.

Wenn Sie erwägen, ein Unternehmen zu kaufen oder sich daran zu beteiligen, empfehlen wir, diese Prüfungen anhand der Abschlüsse von mindestens drei Jahren durchzuführen. Die Rechnung eines einzelnen Jahres kann einen guten oder schlechten Zufall abbilden.

Wie sieht die GuV bei Gesellschaften aus, die TFRS anwenden?

Bei Gesellschaften, die der unabhängigen Prüfung unterliegen und die Türkischen Rechnungslegungsstandards (TFRS) anwenden, wird dieselbe Information unter dem Namen „Gewinn- und Verlustrechnung (kâr veya zarar tablosu)“ dargestellt. Die aktuellen Texte der Standards finden sich auf der Seite der Aufsichtsbehörde für das öffentliche Rechnungswesen (KGK) zu den Türkischen Rechnungslegungsstandards . In der TFRS-Rechnung können Reihenfolge und Bezeichnung der Posten von der Struktur im Steuerrecht abweichen; so wird etwa die Unterscheidung außerordentlicher Posten in diesen Standards nicht in gleicher Weise verwendet.

Nach Angaben der Aufsichtsbehörde für das öffentliche Rechnungswesen (KGK) ist der Standard TFRS 18 Darstellung und Angaben in Abschlüssen für Perioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen, und führt in der Gewinn- und Verlustrechnung verpflichtende Zwischensummen wie das „Ergebnis aus der Kerntätigkeit“ ein. Den gesamten Standardsatz und seinen Bezug zu Lageberichten haben wir in unserem Beitrag Was ist Finanzberichterstattung erläutert. Bei Gesellschaften mit ausländischen Gesellschaftern ist es häufig, dass für dieselbe Periode sowohl nach dem Steuerrecht als auch nach den Standards eine GuV erstellt wird; die Gewinndifferenz zwischen beiden Rechnungen muss erklärbar sein.

Die GuV zum Entscheidungsinstrument machen

Wir bei Akal CPA sehen diese Rechnung nicht als Dokument, das am Jahresende vorgelegt wird, sondern als Führungsinstrument, das jeden Monat gelesen werden sollte. Unsere Leistungen in Buchhaltung und Finanzberichterstattung erstellen wir die gesetzlichen Abschlüsse, die nach Standards aufgestellten Sets und Margenanalysen aus derselben Buchführung. Weitere Leitfäden, die Ihre Investitionsentscheidung unterstützen, finden Sie Investitionsleitfaden .

Erarbeiten wir gemeinsam Ihren individuellen Fahrplan

Bei Akal CPA beginnt jeder Prozess mit einer Vorabprüfung, die auf die Struktur und die Ziele Ihres Unternehmens abgestimmt ist. Wenn Sie gemeinsam mit uns die GuV Ihrer Gesellschaft lesen und Ihre Rentabilitätsanalyse aufbauen möchten und dafür einen individuellen Fahrplan wünschen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Die Beträge und Sätze in diesem Beitrag sind auf dem Stand Oktober 2026.

Dieser Inhalt wurde vom Expertenteam von Akal CPA erstellt. Akal CPA berät seit 1975 in Ankara inländische und ausländische Investoren bei Gesellschaftsgründung, Buchhaltung, Steuern und Lohnabrechnung. Die Angaben zur Struktur der Rechnung beruhen auf der Allgemeinen Mitteilung zur Anwendung des Rechnungslegungssystems Nr. 1 und dem Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information; holen Sie für Ihre eigene Situation eine fachliche Beurteilung ein.

Letzte Aktualisierung: 17.10.2026

Häufig gestellte Fragen

Sind Gewinn- und Verlustrechnung und Ergebnisrechnung dasselbe?

Im täglichen Sprachgebrauch ist dieselbe Rechnung gemeint. In den nach dem Steuerrecht erstellten Sets wird die Bezeichnung der Mitteilung verwendet; bei Gesellschaften, die TFRS anwenden, wird die Bezeichnung „Gewinn- oder Verlustrechnung (kâr veya zarar tablosu)“ bevorzugt. Reihenfolge der Posten und einige Überschriften können sich in beiden Rahmenwerken unterscheiden.

Welchen Zeitraum deckt die GuV ab?

Die Jahresrechnung deckt in der Regel ein Geschäftsjahr ab, bei den meisten Gesellschaften das Kalenderjahr. Dieselbe Rechnung kann auch für Monats- oder Quartalszeiträume erstellt werden. Zum Vergleich werden daneben die Zahlen der Vorperiode ausgewiesen.

Warum kann bei einer gewinnbringenden Gesellschaft das Geld knapp sein?

Die Rechnung wird nach dem Periodisierungsprinzip erstellt; Verkäufe auf Ziel gehen in den Gewinn ein, bevor sie vereinnahmt sind. Auch in Vorräten gebundenes Geld und Tilgungen von Darlehen erscheinen in dieser Rechnung nicht als Aufwand. Um zu sehen, woher das Geld kommt und wohin es fließt, muss man die Kapitalflussrechnung betrachten.

Wo erscheint die Abschreibung in der GuV?

Die Abschreibung erscheint nicht als eigene Zeile, sondern innerhalb der Funktion, zu der sie gehört. Die Abschreibung einer in der Produktion eingesetzten Maschine fließt in die Umsatzkosten, die Abschreibung des Verwaltungsgebäudes in die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Deshalb lässt sich der Gesamtbetrag der Abschreibung in der Regel aus dem Anhang oder den Kostenrechnungen entnehmen.

Muss eine neu gegründete Gesellschaft eine GuV erstellen?

Jede Gesellschaft, die ihre Bücher nach dem Bilanzprinzip führt, erstellt am Periodenende zusammen mit der Bilanz auch diese Rechnung. Auch wenn im ersten Geschäftsjahr kein Umsatz anfällt, werden die Aufwendungen und der entstandene Verlust in dieser Rechnung ausgewiesen. Die Rechnung des ersten Jahres macht auch die Kosten der Gründungsphase sichtbar.

Warum weicht der Gewinn in der GuV von der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer ab?

Die Zahl in der Rechnung ist der handelsrechtliche Gewinn. Die Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer ergibt sich dagegen, indem zu diesem Gewinn die gesetzlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen hinzugerechnet und steuerbefreite Gewinne und Abzüge abgezogen werden. Deshalb muss der Unterschied zwischen beiden Zahlen Posten für Posten erklärbar sein.

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